Mühlengeschichte

In Köttwitzsch gab es vier Mühlen. Die Obermühle, Mittelmühle, Richtermühle und die Niedermühle. Seit ca. 1725 wird die Niedermühle auch als Buschmühle bezeichnet.

Zur Reformationszeit wird ein Barthel Jacuff als Besitzer der Mühle genannt.

1569 verkaufte Elisabeth Jacuff die Mühle an ihren Schwiegersohn Göge Hainen. Dann besaß llgen Jacoff (Jacob) die Mühle mit 1 Mahlgang.
1596 verkaufte er die Mühle für 1200 fl. mit Auszug der Mutter Anna an seinen Sohn Mathes Jacob. Miterben waren Schenke Peter Vogelsang und Thomas Weber. Es gab mehrfach Streit mit der Gemeinde, da Matthes Jacob die Hinterfelder allein hüten wollte. Er räumte dann drei Behütungen ein.
1607 klagte der Nachbarmüller Blasius Frenzel wegen mangelhafter „Mhalpfehl”. Mathes Jacob hatten gegen den Vertrag von 1564 verstoßen, da das Gerinne zu hoch war. Als Schiedsrichter war ein Müller aus der Amtsmühle Rochlitz zugegen. Die Schiedsrichter schlugen einen Kompromiss vor, sie sollen sich „vertragen und nichts ausbreiten”.
Vor 1623 fand ein Tausch der Mühlen zwischen Thomas Methe vom Sörnziger Rittergut, welcher die Mühle bewirtschaftete und Mathes Jacob dem Buschmüller statt.
1624 borgte sich Thomas Methe 30 Taler von Kaspar von Milkau aus dem Hohen Haus in Rochlitz für seine Mühle. 1626 starb seine erste Frau Anna
1628 heiratete Thomas Methe die Witwe des Lausitzer Müllers Lorenz Müller.
1634 starb Thomas Methe
1633 kaufte der Schwiegersohn Andreas Franke die Mühle für 900 Gulden und Auszug
1672/73 wurde die Mühle an den Sohn David Franke für 450 fl. verkauft
1685 schlossen die 4 Müller des Dorf (Köttwitzsch) Simon Werner, David Franke, Hans Franke und Christoff Franke wegen Mahlpfähle und Mahlgerinnes einen Vertrag ab.
1694 kaufte der Bräutigam David Opitz aus der Sachsendorfer Lindenmühle seiner Tochter die Mühle für 685 fl.
1695 kaufte Mathes Hoyer die Mühle für 685 fl. Er hatte Streit mit der Gemeinde, weil er nicht die Gemeinderinder halten wollte.
1722 verkaufte die Witwe von Mathes Hoyer Grundstücke, die zur Mühle gehörten und Ratslehn waren, an den Schäfermüller Hans George Henning für 400 fl.
1725 kaufte der Sohn von Mathes Hoyer, Christian Heinrich Hoyer die Mühle für 700 fl. Erstmals wird die Mühle als „Buschmühle” bezeichnet. Zu dieserZeit musste Handfron, Mühlwegzins und Mahlmühlzins an das Rittergut geleistet werden.
1773 ging die Mühle an den gleichnamigen Sohn Christian Heinrich Hoyer mit 8/8 Hufe für 1400 fl. und Auszug über.
1775 tauscht Hoyer die „Buschwiese” gegen die Wiese am Noßwitzer Grenze auf dem Schaftberg ein, die Sahrer von Sahr von Königsfeld gehörte.
1776 wurde die Mühle an seinen Bruder Johann Gottfried Hoyer für jährlich 80 Taler verpachtet. Die Mühle war eine Schneid- und Ölmühle mit 2 Mahlgängen. 1778 kaufte der Bruder die Mühle für 1400 fl. 1800 starb er.
1779 wurde die Mühle wiederum verpachtet. Als Pachtmüller wird Johann Gottlieb Heynig aus Erblich erwähnt. Die Mühle besaß zu dieser Zeit 4 Gänge.
Christian Engelmann muss vor 1820 Besitzer auf der Mühle gewesen sein, denn
1820 verkauft Christian Engelmann die Mühle an Johann Gottlieb Heilmann aus Oberthalheim für 4150 Taler.
 Am 28. May 1845 brannte die Mühle ab und wurde in der heutigen Form von F.G.Meuschke wiedererrichtet.
Bis 1989/90 wurden verschiedene Gebäude als Rinderställe genutzt. Viele Schäden an der Bausubstanz und gewisse Verwahrlosungen waren die Folge.
1991 erwarb Heinrich Schneider aus Hanau die Buschmühle und nahm umfangreiche Umbauten und Sanierungen vor.
2014 übernahm die Familie von Bernuth die Buschmühle.

Quellen:

Studienrat Prof. Dr. W. Cl. Pfau, Beiträge zur Geschichte der Wassermühlen in der Rochlitzer Gegend, Heimatgrüße 1924

 Thomas Liebert, 17.03.2013, http://www.ahnenforschung-liebert.de/pdf/muehlen/muehlen_koettwitzsch_buschmuehle.pdf